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Zum zweiten Teil:

Der Bau des 12"-Newtons

Nachdem meine neue Montierung, eine Alt 5 ADN, lief, wollte ich meine Hauptoptik dem Tragevermögen der Montierung anpassen. Einen größeren Newton zu kaufen kam nicht in Frage. Ich bin von den Eigenschaften der meisten angebotenen Geräte enttäuscht. Die Justagestabilität lässt an allen mir bekannten und bezahlbaren Optiken zu wünschen übrig. Und eines der Edelgeräte ist mir einfach zu teuer.

Ich konnte durch einen Freund einen 12" GSO-Dobson sehr günstig bekommen. Der Spiegel daraus soll die Grundlage der neuen Optik werden. Das Gerät ist noch sehr jung, nur konnte mein Freund mit dem Großen Dobson nichts anfangen. Er war wohl schlecht beraten worden. Nach eingehenden Überlegungen stand schnell fest, dass ich einige der Tubusteile weiter verwenden wollte. Dei beiden Endringe würden den neuen Tubus verstärken und gleichzeitig einen sauberen Abschluss des Tubus abgeben. Außerdem macht die Hauptspiegelzelle des GSO einen guten Eindruck. Mit einer stabilen 9-Punkt-Auflage ist sie mehr als ausreichend. Die Fangspiegelhalterung werde ich mit einer Metallscheibe verstärken. Damit drücken die drei Einstellschrauben jetzt nicht mehr auf Kunststoff, sondern auf hartes V4A-Metall. Der Tubus selber wird ein Hartpapierrohr der Firma Krüger und Sohn werden. Den alten Blechtubus kann man nur entsorgen.

Hier einige Impressionen des Baus:

Der Spiegel, nachdem er gründlich gewaschen wurde. Im Hintergrund die Spiegelzelle.

 

Hier ist der Der Spiegel bereits wieder montiert.

 

Der Hartpapiertubus (Krüpax 50) bereits mit allen Bohrungen.

 

Eine enorme Verwandlung; nachdem der Tubus durch einen Fachbetrieb lackiert wurde. In der Lackiererei wurde exzellente Arbeit geleistet. Das Innere ist bereits mit schwarzer Velourfolie ausgekleidet.

Das sind die neuen Schellen. Wie man sieht, zwei unglaublich stabile Teile. Eine Firma in Süddeutschland hat die Ringe im Schleudergussverfahren hergestellt. Auf einer entsprechend großen Maschine wurden sie dann auf das erforderliche Maß gebracht. Speziellen Dank an dieser Stelle an René Rogge. Er hat die Feinarbeiten an den Schellen durchgeführt und damit erst aus den beiden Ringen zwei wunderbare Teleskopschellen gezaubert. Auch die Lackierung in Matt-Schwarz ist einfach vom Feinsten.

Übrigens hat René Rogge bei den Arbeiten an diesen Schellen fürchterlich geflucht und geschworen, es kein zweites Mal zu machen.

Bis hier hin passt schon mal alles!!

Hier steht bereits der fertige Tubus zur Wachablösung bereit. Allen die sich überlegen von einem 10-Zöller auf einen 12-Zöller umzusteigen, lege ich diese Aufnahme ans Herz. Mein 10"-Newton von Celestron, den ich immer als groß empfunden habe, macht fast einen mickrigen Eindruck neben diesem Rohr.

Hier nun ein paar Aufnahmen der kompletten Anordnung. Zehn weitere KG Gegengewicht waren nötig, um jetzt alles gut auszuwiegen. Auf der Gegengewichtsstange befinden sich 26 KG.

Gut, dass ich die Hütte ausreichend groß gebaut hatte. Noch mehr geht nicht. Aber das muss es auch nicht.

 

Das ist übrigens der neue OAZ von JMI. Der EV-1n.

Die schönen Messingmuttern, die die Fangspinne halten, sind auch aus der Werkstatt von René Rogge. Sie mussten etwas verlängert werden, weil der Tubus eine Wandstärke von 4mm aufweist.

 

Zwischen Schellen und Tubus passt gerade noch die dünne Velourfolie. Perfekte Arbeit....René du bist ein Künstler!!

 

Hier sieht man die V4A-Scheibe, die eine bessere Justierbarkeit des Fangspiegels realisiert. Da Licht, das auf diese Scheibe fällt,  nur nach außen reflektiert, habe ich sie nicht geschwärzt. Gut sieht man auch die Auskleidung mit Velourfolie.

 

Hier noch die Daten des neuen Newtons:

Brennweite:       1500 mm

Tubuslänge:       1450 mm

Durchmesser:     363 mm

Wandstärke:          4 mm

Gewicht:            19 KG

Material:            Krüpax 50

Gewicht der Schellen:    ca. 6,5 KG,  Profil: 20mm x 50mm, Alle Schrauben aus VA

 

Zweiter Teil: