Seiten über Malerei: Startseite Aquarell Radierung Zur Galerie Astronomie: Startseite Galerie CCD-Galerie Sternwarte Technik über mich Projekte Impressum Links zur Astronomie |
|
|
Die neue Montierung Alt 5 ADN Seit Jahren habe ich mit Hilfe meiner Montierung, der Losmandy G11, meine Astroaufnahmen gewonnen. Seit zwei Wochen befindet sie sich aber nicht mehr auf der Säule in meiner Sternwarte. Sie wird inzwischen bei einem anderen Sternfreund heimisch und wird ihm hoffentlich genau so viel Freude bereiten, wie sie es mir gemacht hat. Lieber Steffen, ich wünsche dir mit der G11 viele klare Nächte und das glückliche Händchen, welches man bei der Fotografie des nächtlichen Himmel immer braucht. Für einen leidenschaftlichen Sternengucker ist ein lange benutztes Fernrohr sicher etwas, was einem auch ans Herz wächst. Und was für den einen das Fernrohr, ist für den Fotografen ganz sicher die Montierung. Schließlich ist sie die Basis der ganzen Fotografie, ob mit kleinen oder mit großen Optiken. Und so kann ich sagen, dass die G11 für mich ein Gerät war, welches mir fast immer nur Freude bereitet hat. Aber keine Sorge, ich trauere ihr nicht nach. Zum einen weiß ich, dass sie einem anderen treue Dienste leisten wird, zum anderen wird ihr Platz von einem würdigen Nachfolger besetzt. “Das Bessere ist der Feind des Guten“, so sagt man ja. Und so hat also auch die G11 Platz machen müssen für ihre Nachfolgerin. Obwohl diese Nachfolgerin erst noch richtig beweisen muss, was in ihr steckt. Die G11 hat es hinreichend unter Beweis gestellt. Ich hatte die Gelegenheit, eine neue Alt 5 ADN zu erwerben. Das war nun überhaupt nicht geplant, sondern die G11 sollte eigentlich noch weitere Jahre ihren Dienst bei mir verrichten. Aber so eine Gelegenheit wollte ich nicht ungenutzt lassen. Nach den erforderlichen Umbauten steht die 5er bereits auf einer speziell angefertigten Kurzsäule aus Stahl, die wiederum mit der massiven Betonsäule verbunden ist. Die Kurzsäule hat René Rogge angefertigt. Er war dabei mal wieder ausgesprochen kreativ. Der oberen und der untere Deckel der Säule wird mit drei Klemmschrauben gesichert und beide sind drehbar. Damit ist es möglich, die Montierung im Azimut grob vor einzustellen. Dennoch kann sich nichts bei gelösten Klemmschrauben selbständig machen. René hat die beiden Platten so gebaut, dass die Klemmschrauben in eingedrehte Vertiefungen greifen. Klasse gemacht, René!! Ebenso sind die beiden 8-KG Gewichte von René. Serienmäßig sind keine Gewichte dabei. Gesteuert wird meine Alt 5 von der bewährten FS2 von Michael Koch in der 30V-Version. Die Alt 5 hat die serienmäßigen Berger-Motore eingebaut. Meine bisherigen Tests haben gezeigt, dass Positionierungen damit mit 120facher Sterngeschwindigkeit sicher realisierbar sind. Da ich vorwiegend fotografiere, ist es aber zweitrangig, wie schnell Objekte angefahren werden können, weshalb ich die maximale Geschwindigkeit sogar auf 80fach reduziert habe. Spiel in den Achsen konnte ich keines feststellen. Die FS2 bietet dafür aber reichhaltige Einstellmöglichkeiten. Überhaupt ist man mit der FS2 schnell “per du“ Ein paar Worte zum ersten Eindrucks der Alt 5. Die Montierung ist schwer. 36 KG bringt sie auf die Waage, ohne Prismenschiene und Gegengewichtsstange. Tragen kann man sie allein, auf die Säule setzten aber besser nicht, sie ist eine Sternwartenmontierung. Einnorden mit Polsucher ist nicht; es gibt keinen Polsucher. Hier ist also Scheinern angesagt. Vom Design her ist man etwas an antiquierten Maschinenbau erinnert. Ein modernes Erscheinungsbild, wie sie manche amerikanischen Geräte mitbringen, steht nicht im Vordergrund. Im Innern verbirgt sich aber präziseste Technik. Der Erbauer, Eckard Alt, fertigt fast sämtliche Teile mit fest vorgegebener enger Toleranz selber. Einen richtigen Probelauf gibt es nicht bei ihm. Wenn die Montierung nach seinen eigenen Vorgaben von ihm gebaut wird, muss alles auch entsprechend genau laufen. So jedenfalls ist Eckard Alts Einstellung dazu. Es wird nur ein grundsätzlicher Funktionstest gemacht. Die Praxis scheint ihm allerdings Recht zu geben. Nur zwei Nächte waren nötig, um die genaue Einnordung durchzuführen; drei Nächte hatte ich eingeplant. Und nun hat die Alt 5 auch ihr “First Light“ hinter sich. (Ich weiß gar nicht, ob man bei einer Montierung auch vom “First Light“ spricht.) Ich kann noch gar nicht sagen, ob noch etwas optimiert werden muss. Nachdem die Einnordung erledigt war, lief die Montierung bereits mit großer Präzision. Aber es ist sicher noch zu früh, um wirklich Genaues dazu auszusagen. Ich denke jedenfalls, dass ich eine gute Wahl getroffen habe. Da ich schon lange nicht mehr aufs Feld ziehe und die G11 auch schon seit Jahren ihren Platz auf der Säule nur zu Wartungszwecken verlassen hatte, bin ich mit einer derartigen schweren Montierung wohl auf der richtigen Seite.
Hier sind nun die ersten Eindrücke der Neuen:
Die Säule fast ohne alles.... Das neue 30V-Netzteil hat seinen Platz bereits unterhalb des neuen Tisches erhalten. Der Tisch ist so konstruiert, dass auch ein längeres Teleskop nicht so leicht anstoßen kann. Die 16mm Gewindespindel soll die notwendige Kurzläule fest auf den Untergrund fixieren.
Hier ist bereits alles beieinander |