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Was ist eigentlich das Besondere an einem Aquarell? Um es kurz zu sagen: Es ist die Transparenz. Aquarellfarben sind durchsichtig. Sie lassen das Weiß des Papiers aber auch jede Untermalung durchscheinen. Eine einmal bemalte Fläche kann nicht mehr nachträglich heller dargestellt werden. Das bedeutet, dass man vor dem eigentlichen Malen im Geiste genau durchkalkulieren muss, wie man vorgeht. Helles oder gar Weißes muss ausgespart werden. Die besonders natürliche Lichtwirkung eines Aquarells ist vollkommen davon abhängig, wie gut der Maler es versteht das Weiß des Papiers in seine Arbeit einzubeziehen. Im reinen Aquarell (ohne deckende Farben) wird keine weiße Farbe verwendet. Darüber hinaus verlangt jedoch gerade die Nasstechnik ein sehr rasches Arbeiten. Alles Wesentliche muss getan sein, bevor der Untergrund trocknet. Diese zum Teil gegensätzlichen Anforderungen an den Maler, stellen einerseits das Problem, andererseits aber auch den ganz besonderen Reiz dieser einzigartigen Technik dar. Gerade in der Landschaftsmalerei lassen sich in der Aquarelltechnik die typischen, spontan und frisch wirkenden Eindrücke darstellen. Jedes Motiv stellt deshalb an den Maler auch immer wieder eine neue Herausforderung dar. Mein Ziel ist es, den Eindruck den ich in der Natur erlebt habe, im Bild neu entstehen zu lassen. Den Eindruck, das heißt die Stimmung, das Licht---eben das Atmosphärische spürbar zu machen. Die Aquarelltechnik ist für mich dafür das ideale Medium geworden. Ritterhude, im Februar 1995
Gerald Willems, Ottersteiner Vorweide 10, 28879 Grasberg Telefon: 04792 / 951196 e-mail: gwaquarius@t-online.de
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